Frage 5 

Birstein

In Birstein bestimmte der Graf am 4. Mai 1597, dass Praetorius Mitglied des Gerichtes gegen vier Frauen sein sollte, die als Hexen angeklagt waren. Die Angeklagten waren in dem dunklen, feuchten Schlossturm eingesperrt.  

Birsteiner Schlossturm

 

Der Richter ließ die Frauen foltern, um ein Geständnis der Hexerei von ihnen zu erpressen. Nach dem Verhör redete Praetorius mit den angeklagten Frauen. Sie beteuerten ihre Unschuld. Endlich war er überzeugt, dass sie wirklich nicht zaubern könnten. Zuhause studierte der Pfarrer seine Bibel. Dort fand er nichts davon, dass Menschen gefoltert werden dürften, sondern die Bibel forderte Nächstenliebe und Vergebung.

Folterkammer

Illustration aus dem Buch: Anton Praetorius und die Hexe, von Hartmut Hegeler

Am nächsten Tag protestierte Praetorius beim Richter gegen die Folter und schlug immer wieder mit der Bibel auf die Folterbank. Schließlich brach der Richter den Prozess ab. So rettete Praetorius die angeklagte Frau aus der Folterkammer.

 

  Auszug aus der Prozessakte

Der Schreiber der gräflichen Kanzlei vermerkte: "weil der Pfarrer alhie heftig dawieder gewesen, als man die Weiber peinigte, also ist es diesmal deßhalben unterlassen worden, da er mit großem Gestüm ... heftig contra Torturam geredet."

 

Praetorius rettete eine Frau, die als Hexe angeklagt war, aus der

Antwort           

a) Burg

b) Folterkammer

c) Schlossturm