Anton Praetorius

Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter

Historische Biographie

264 S., 2002,  ISBN 3-9808969-4-3                                          unveränderter Nachdruck mit Bindung € 20,00

 

Zum 400 jährigen Gedenken informiert die historische Biographie über Leben und Wirken des reformierten Pfarrers Anton Praetorius. Das Buch zeigt 30 Farbfotos seiner Wirkungsstätten und 70 zeitgenössische Abbildungen zu den Hexenprozessen.

Im Jahre 2002 jährt sich zum 400. Mal das denkwürdige Ereignis, dass sich Anton Praetorius als erster evangelischer Pfarrer seiner Zeit 1602 mit einem aufsehenerregenden Buch ("Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern") an die Öffentlichkeit wandte und damit seinen Anteil zur späteren Überwindung der Hexenverfolgung beitrug. 1602 veröffentlichte er seinen Bericht zum ersten Mal unter seinem Namen, nachdem es zunächst unter einem Pseudonym erscheinen musste. Praetorius wurde 1560 in Lippstadt/Westfalen geboren, wirkte u.a. im heutigen Hessen und starb 1613 in Laudenbach/Bergstrasse (Baden-Württemberg).

In dieser Biographie wird zum ersten Mal das Leben dieses reformierten Pfarrers dargestellt. Vieles an bislang völlig unbekannten Dokumenten wird zugänglich gemacht (seine Bücher, Gesangbuchlieder, Predigten, sein Katechismus). Ein Index erschließt die zeitgenössischen Orte und Personennamen. Die Kirchen und Pfarrhäuser, in denen Pfarrer Praetorius damals lebte/wirkte, werden z.T. heute noch als benutzt und werden in dem Buch auf Fotos vorgestellt.

Bis heute aktuell ist sein vehementes Eintreten für die völlige Abschaffung der Folter. Man hat ihn daher auch als einen „Vorgänger“ von Amnesty International bezeichnet. Es ist ihm 1597 durch sein couragiertes Eintreten in einem Hexenprozess unter Einsatz seines Lebens gelungen, eine beschuldigte Frau aus der Folterkammer zu befreien.Das Buchprojekt wurde u.a. gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, vom Westfälischen Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Abt. Kulturpflege, den Städten Lippstadt und Laudenbach, dem Fürsten von Birstein und Evangelischen Landeskirchen.

Gerade der evangelische Pfarrer Anton Praetorius verdient ein besonderes Gedenken, wie Zitate aus der Literatur zeigen:

"Unter den verdienstvollen Männern, die im 16. und 17. Jahrhundert der damals in Deutschland so schrecklich wütenden Hexenverfolgung mutig entgegentraten, gebührt eine Ehrenstelle dem wackeren Anton Praetorius."

(Paulus, Nikolaus: Hexenwahn und Hexenprozess vornehmlich im 16. Jahrhundert, Freiburg im Breisgau 1910, 183 ff);    zitiert von Dr. Otto Schnettler in: Heimatblätter, Organ des Heimatbundes für den Kreis Lippstadt, 20.7.1927

"Diese Schrift gehört zu den wenigen, welche dem 17.Jahrhundert zur Ehre gereichen."

"Da dieser edle Menschenfreund sehr wenig bekannt ist, so dürfte es angebracht sein, die Erinnerung an seine ziemlich vergessenen Verdienste wieder aufzurichten."

(Janssen, Johannes, Pastor Ludwig: Geschichte des deutschen Volkes seit dem Ausgang des Mittelalters. Bd. VIII, Freiburg 1924, S.629f)

"Einer der engagiertesten und exponiertesten publizistischen Gegner der Hexenverfolgungen... Anton Praetorius als Verfechter der Menschenrechte in Zeiten des Hexenwahns... begründet in christlicher Barmherzigkeit und Nächstenliebe, gegen alle Formen staatlich- religiösen Terrors mit den Mitteln der Folter und Haft".

(Karneth, Rainer: Stadtarchivar von Alzey, "Hexen, Hexenverfolgung und ein vermeintlicher Alzeyer Kritiker: Antonius Praetorius", Alzeyer Geschichtsblätter 30 (1997), S.63f)

 

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